Freiheit und Sozialismus

Workshop: Kein Staat ist auch keine Lösung!?

Emanzipatorische Linke (Ema.li) in Kooperation mit der Hochschulgruppe DIE LINKE.SDS Hannover lädt ein:

Kein Staat ist auch keine Lösung!? -
Workshop zu emanzipatorischen Staatsverständnissen zwischen Anti-Repression, Internationalismus, Feminismus und sozial(istisch)er Ökonomie

wann: Samstag, 27. März 2010, 12-19 Uhr
wo: Hannover, Uni-Gebäude am Schneiderberg 50

Ausverkauf der Politik - Für einen demokratischen Aufbruch

»Ausverkauf der Politik. Für einen demokratischen Aufbruch«
Matinee und Buchvorstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Katja Kipping

Samstag, 21. März 2009, von 11 bis 13 Uhr
Tagungszentrum Neue Mälzerei, Kuppelsaal Nord, Friedensstr. 91, 10249 Berlin
Kommentiert wird das Buch von Prof. Dieter Klein und Reyhan Sahin aka Lady Bitch Ray. Zum Veranstaltungsinfo der RLS
Update: Leider musste Reyhan Sahin ihre Teilnahme absagen. Statt dessen werden Katharina Weise und Adeline Otto kommentieren.
Moderation: Christoph Spehr, Landessprecher DIE LINKE. Bremen und freier Mitarbeiter der RLS.

Im Anschluss an diese Veranstaltung findet in der Nähe des Veranstaltungsortes das nächste Treffen der Emanzipatorischen Linken statt, zu dem wir herzlich einladen!

Entwurf: Anders leben, anders arbeiten, anders kämpfen

Entwurf für ein programmatisches Papier der Emanzipatorischen Linken

Anders leben, anders arbeiten, anders kämpfen
Für eine emanzipatorische Linke

I. Wenn es nicht ginge, wären wir nicht unglücklich

1. [Potenziale] Wir leben in einer Welt, in der vieles im Argen liegt – und die gleichzeitig voll neuer, aufregender Möglichkeiten ist. Technologische Entwicklung, Bewegungserfahrungen, kritisches Wissen, vergangene soziale Kämpfe und sich entwickelnde soziale Praxen sind die Grundlage für eine globale Gesellschaft, in der nicht nur Not und Elend abgeschafft sein könnten, sondern auch die Individuen in geschichtlich ungekannter Weise ihr Leben frei ges-talten, ihre Produktivität gemeinsam organisieren und ihre Alltags- und Gesellschaftsverhält-nisse einzeln und kollektiv gestalten könnten. All dies ist möglich, aber nicht verwirklicht. Diesen Widerspruch erleben wir als Unglück, Langeweile, Frustration und Wut. Wir sind ge-zwungen, unser Leben in einer Weise zu organisieren, die uns unfrei und abhängig macht und zu den Strukturen beiträgt, die uns von den Möglichen eines besseren Lebens fernhal-ten. Aus dieser Entfremdung kommen wir nur heraus, indem wir uns organisieren.

Kipping: „Ohne Frauen ist kein Programm zu machen“

Rede von Katja Kipping zur Eröffnung der Konferenz „Ohne Frauen ist kein Programm zu machen“ am 03. Oktober 2008

Liebe Frauen!

Die Frauenbewegung hat im letzten Jahrhundert vieles erkämpft in punkto bürgerlicher sowie sozialer Rechte und sexueller Befreiung. Man denke nur an das Frauenwahlrecht, welches vor 90 Jahren eingeführt wurde, an Regelungen zum Mutterschutz oder an die Kämpfe zur Legalisierung von Abtreibung. All diese kleinen Fortschritte wurden uns Frauen nicht geschenkt, sondern mussten hart erkämpft werden. Bei aller Freude über Erreichtes gibt es keinen Grund sich zurückzulehnen. Denn die Kräfte, die auf Rückwärtsrollen hinarbeiten, schlafen nicht. Davon zeugen die Vorstöße zur Verschärfung des Abtreibungsrechts. Die Prekarisierung der Arbeitswelt trifft Frauen besonders. Eine Sozialpolitik, die auf finanzielle Sippenhaft setzt, wie die Bedarfsgemeinschaft, bringt Frauen besonders in Abhängigkeit von ihren Partner. Und der Ausbau des Überwachungsstaates ist auch ein Angriff auf die Freiheitsrechte von Frauen. In allen drei Bereichen, den bürgerlichen Rechten, den sozialen Rechten sowie der sexuellen Befreiung, drohen ergo Rückschritte. Dies bringt mich zu meiner ersten von fünf Thesen, die ich heute zur Eröffnung unterbreiten möchte:

Emanzipatorische Linke jetzt auch in Grün

Auf Initiative von u.a. Robert Zion, gelegentlich der »Parteitagsrebell von Göttingen« genannt, kursiert unter den »Grünen Linken« die Erklärung »Links-libertär«. Hinter diesem Aufruf sollen sich in diesem Frühjahr 500 Grüne versammeln - was weiter passieren soll, wird bislang offen gelassen.

Wir sind nicht mehr länger die Generation X, die den Partei- und Wirtschaftsführern zuruft: „Here we are now, entertain us“ (Nirvana). Wir waren schon bei den Ärzten und sind immer noch für Visionen. Aber das ewig uneingelöste Versprechen der Vollbeschäftigung haben wir nicht mehr anzubieten. (...)

Die Sache ist nicht vom Tisch

Gemeinsame Erklärung einiger LINKEN-PolitikerInnen aus dem Forum Demokratischer Sozialismus und aus der Emanzipatorischen Linken.

Den Ausschluss der Abgeordneten Christel Wegner aus der Fraktion DIE LINKE in Niedersachsen halten wir für konsequent und richtig. Die Position, bei der Errichtung einer anderen Gesellschaftsform sei ein solches „Organ“ mehr oder weniger unverzichtbar, ist für eine moderne demokratische Linke so oder so nicht akzeptabel. Mit der Klarstellung der Spitzen von Partei und Bundestagsfraktion halten wir die Angelegenheit jedoch nicht für erledigt und warnen davor, sie für erledigt zu erklären. Zudem finden wir es aber auch künftig richtig, dass DIE LINKE bei Bundestags- und Landtagskandidaturen nicht nur auf Mitglieder aus den eigenen Reihen, sondern auch auf parteilose Kandidaturen für ihre offenen Listen zurückgreift, wenn diese sich an den programmatischen Grundlagen unserer Partei orientieren.

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